Was genau fassen Sie unter dem Begriff Hörvorsorge zusammen?

Als Bestandteil der regelmäßigen Gesundheitsvorsorge sollte auch die Überprüfung des Gehörs regelmäßig durchgeführt werden. Diese Vorsorge kann kostenfrei beim HNO-Arzt oder, noch einfacher, beim Hörakustiker durchgeführt werden. Dieser führt dann im ersten Schritt Hörtests und weitere Untersuchungen durch, um die Schädigung zu erkennen und in Absprache mit dem Arzt die Ursache zu ermitteln. Bei den Hörtests wird überprüft, inwieweit die Hörfähigkeit in Bezug auf Lautstärke, Frequenz und Sprachverstehen beeinträchtigt ist. Eine der wichtigsten Untersuchungen ist zudem die Ohrmikroskopie, Otoskopie genannt, bei der das Trommelfell auf bestehende Defekte überprüft wird. Auch die individuelle Anamnese, also die Krankheitsgeschichte des Patienten spielt eine große Rolle bei der Diagnostik.

Neben der Überprüfung ist der Schutz des Gehörs von elementarer Bedeutung, um die Hörfähigkeit lange zu erhalten. Besonders laute Schallsignale und Lärm sollten vermieden oder Gehörschutz getragen werden. Welcher Hörschutz der Richtige für die eigenen Anforderungen ist, zeigt sich im Beratungsgespräch beim Hörakustiker.

Ab wann sollte man sein Gehör kontrollieren lassen?

Eine regelmäßige Funktionskontrolle des Gehörs sowie die Otoskopie können in jeder Altersstufe durchgeführt werden. Bei regelmäßigen arbeitsmedizinischen Kontrollen oder als Voraussetzung für z.B. den Bootsführerschein wird die Hörvorsorge oft auch in jungen Lebensjahren obligatorisch. Besonders ab dem 50. Lebensjahr sollte das Gehör einmal jährlich beim Spezialisten überprüft werden.

Warum ist es wichtig, sein Gehör kontrollieren zu lassen?

Bei der regelmäßigen Vorsorge kann man nur gewinnen: Entweder wird eine gute Funktion des Gehörs bescheinigt oder eine mögliche Schädigung frühzeitig erkannt. Je länger eine Hörminderung unerkannt bleibt, desto schwieriger die Anpassung einer Hörhilfe. Daher lieber gleich zum Soundcheck!

Wie kontrolliert der Akustiker das Gehör? Was genau wird gemacht?

Das zentrale Element der Hörvorsorge neben der Otoskopie ist der sogenannte Hörtest. Bei dieser Form der Analyse hört der Kunde über einen Kopfhörer verschiedene Töne in unterschiedlichen Frequenzen und Schallpegeln. Ziel ist es, ein Zeichen zu geben, sobald der Ton gerade eben gehört wird. Nach wenigen Minuten kann die frequenzspezifische Funktion des Gehörs erkannt werden

Kostet die Hörvorsorge etwas?

Nein, die grundsätzliche Hörvorsorge ist beim Hörakustiker kostenfrei und oft in wenigen Minuten durchgeführt. Am besten direkt einen Termin absprechen!

Wie lange muss ich auf die Auswertung vom Hörakustiker warten?

Der Hörakustiker nimmt sich Zeit, die erhobenen Daten mit dem Kunden gemeinsam zu analysieren und erklärt den Hörtest. Auf Wunsch kann direkt eine Auswertung ausgedruckt werden.

Was passiert, wenn festgestellt wird, dass ich schlecht höre?

Wird in der Hörvorsorge festgestellt, dass das Gehör in seiner Funktion eingeschränkt ist, kann frühzeitig eine Verbesserung der Situation durch passenden Ausgleich eingeleitet werden. Zunächst erläutert der HNO-Arzt oder Hörakustiker dem Kunden die Funktionsweise des Gehörs und in welcher Weise das Gehör eingeschränkt ist. So können gemeinsam passende Behandlungsmethoden wie ein Hörtraining oder die Ausprobe von Hörsystemen ausgewählt werden. Moderne Hörsysteme können ganz fast unsichtbar die verloren gegangenen Hörbereiche verstärken und sofort Verstehen sowie Lebensqualität zurückbringen.

Muss ich auf alle Fälle zum HNO-Arzt?

Der Hörakustiker arbeitet eng interdisziplinär mit dem HNO-Arzt vor Ort zusammen. Ein Besuch beim HNO-Arzt ist somit in aller Regel sinnvoll und kann mit dem Hörakustiker koordiniert werden.