Wieder gut hören: So reinigen Sie Ihr Hörgerät richtig

Warum eine tägliche Reinigung für Hörgeräte unbedingt notwendig ist: Wir geben Tipps, damit Sie lange etwas von Ihren Geräten haben.

Wenn es tagsüber wieder länger hell ist, sind Staub und Schmutz umso auffälliger zu sehen. Bei den meisten Menschen steht jetzt der Frühjahrsputz an. Stellt sich die Frage: Benötigen auch Hörgeräte eine gründliche Inspektion in dieser Zeit?

Reinigung erhält Leistungsfähigkeit Ihres Hörsystems

„Einen expliziten Frühjahrsputz brauchen Hörgeräte nicht“, erklärt Edeltraud Vehr, Inhaberin von VEHR Hörakustik. „Doch eine gründliche Reinigung vom Profi kann die Leistungsfähigkeit des Hörsystems verlängern. Gerade die fast unsichtbaren Mini-Hörsysteme im Ohr brauchen eine professionelle Pflege.“ Dazu nehmen die Hörakustikexperten im Service das Gerät auseinander und prüfen auch seine Funktionalität. „Bei uns im Haus ist dies eine Serviceleistung“, sagt die Hörakustikmeisterin. Wer also optimal mit seinen Hörhilfen hören möchte, sollte diesen Service in Anspruch nehmen.

Doch auch Zuhause kann man Einiges tun, die Langlebigkeit der Hörgeräte zu erhöhen. Eine tägliche Reinigung gehört dazu. „Es ist wichtig, einige einfache Grundsätze zu beachten“, ergänzt Jannik Vehr. Zuallererst gilt: Da sich bei täglichem Tragen auch regelmäßige Verschmutzungen anlagern, sollten Hörgeräte am besten abends gründlich gereinigt werden.

„Wer zu lange mit einer Reinigung wartet, der riskiert eine langfristige Schädigung seiner Geräte“, warnt der Hörakustikmeister.

Schweiß & Ohrenschmalz gefährden Ihr Hörgerät

Dabei haben Verschmutzungen von Hörgeräten nicht immer etwas mit mangelnder Hygiene des Trägers zu tun. Es ist ganz natürlich, dass der Körper im Laufe des Tages Schweiß und Ohrenschmalz produziert. Dieser setzt sich unweigerlich an den kleinen Geräten fest, da sie direkt auf der Haut getragen werden. Hinzu kommen Hausstaub, Sprays und Pflegecremes, die sich ebenfalls auf den Geräten absetzen. Aber auch weitgehend unsichtbare “Verschmutzer” wie beispielsweise Pollen können Hörgeräten zusetzen.

„Diese Schmutzpartikel können nicht nur die Leistungsfähigkeit von Mikrofonen erheblich beeinträchtigen, sondern auch die Mini-Computer im Inneren des Hörgerätes schädigen“, erklärt Vehr: „Besonders Ohrpasstücke sind Verunreinigungen ausgesetzt. Sie können durch Ablagerungen verstopfen, so dass das ganze Hörgerät nicht mehr funktioniert.“

So gelingt die Reinigung

Für die tägliche Reinigung empfiehlt der Fachmann folgendes Vorgehen:

  1. Wie in Krankenhäusern oder Arztpraxen sollte man sich selbst zunächst gründlich die Hände waschen.
  2. Dann sollte man ein Gästehandtuch oder einen weichen Lappen als Unterlage ausbreiten. Falls einem das Hörgerät aus der Hand rutschen sollte, fällt es weich und einem möglichen Schaden an der Technik wird so vorgebeugt.
  3. Zuerst ist das Hörgerät mit einem antibakteriellen Reinigungsspray zu desinfizieren. Dazu das Spray auf ein Kosmetiktuch geben und das Hörgerät abwischen. Das Spray nicht direkt auf das Gerät geben!
  4. Daraufhin das Hörgerät vorsichtig mit einem weichen Lappen, am besten einem fusselfreien Mikrofasertuch vorsichtig abwischen. Auf keinen Fall sollte man es unter fließendes Wasser halten und herkömmliches Spül- oder Reinigungsmittel zur Reinigung nehmen.

Deshalb macht eine Reinigung vom Profi Sinn

Wir haben spezielle Reinigungsmittel im Angebot, die die High-Tech-Geräte sanft und gründlich säubern“, sagt erklärt Edeltraud Vehr. Auch für die Trocknung der empfindlichen Geräte hat er Tipps: „Da Feuchtigkeit ein Feind der feinen Elektronik im Inneren der Hörgeräte ist, sollte man auch hier beispielsweise in eine gute Trockenhaube investieren“, rät die Hörakustikerin aus Lingen. Auf keinen Fall sollte man die Geräte auf die Heizung, in den Backofen oder in die Mikrowelle legen!“

Auch Licht kann keimtötend wirken. Gemeint ist allerdings nicht das Tageslicht, sondern das kurzwellige, ultraviolette Licht. „Wir haben auch spezielle Reinigungsgeräte für Hörgeräte im Programm, die mit UV-Licht arbeiten“, erklären die Spezialisten von Vehr: „Sie befreien die Mini-Computer auch von Viren, Bakterien und Schimmel, gegen die Reinigungssprays nichts ausrichten können.“

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